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Wissenswert

News vom 10.06.16

"Die Sexyness des Handwerks nutzen!"

Bei der Ladies Lounge Anfang Juni wurden die großen Veränderungen erörtert, die auf das Handwerk zukommen. Wir haben Tipps für Betriebe zusammengestellt.

Aktiv in die Zukunft

Fachkräftemangel, Flüchtlingsintegration, Digitalisierung: Bei seiner Begrüßung zur Ladies Lounge Anfang Juni sprach Kammerpräsident Rainer Reichhold vor 170 Besucherinnen und Besuchern die zentralen Herausforderungen für das Handwerk in den kommenden Jahren an. "Um die Zukunft aktiv mitzugestalten, haben wir das Projekt Handwerk 2025 gestartet." Damit sollen Herausforderungen, Chancen und Potenziale für die zukünftige Entwicklung des baden-württembergischen Handwerks analysiert und konkrete Handlungsempfehlungen für Betriebe, Organisationen und Politik abgeleitet werden.

Die Veränderungen für das Handwerk

"Zukunft hat etwas mit dem Wahrnehmen von Veränderungen zu tun", startete im Anschluss Jeanette Huber vom  Zukunftsinstitut Frankfurt am Main ihren Vortrag. Gerade die Unternehmen müssten sich auf große gesellschaftliche Veränderungen einstellen. "Durch den demografischen Wandel überaltert die Gesellschaft, parallel haben wir einen Trend zur individualisierten Lebensgestaltung und völlig neue Ansprüche der jungen Menschen, die auf den Arbeitsmarkt kommen", betonte Huber.  

Vor allem das Handwerk habe aber sehr gute Aussichten. "Alle soziologischen Studien zeigen, dass es eine neue Sexyness des Handwerks gibt. Wir erleben eine Renaissance natürlicher Baustoffe und Materialien. Gerade das und die besonderen Fähigkeiten, die im Handwerk gebraucht werden, üben in einer zunehmend virtuellen Gesellschaft auf Jugendliche einen großen Reiz aus", erklärte Huber.

Ladies Louneg 2016 begrüßung

So wird Ihr Betrieb fit für die Zukunft

Jeanette Huber hatte viele konkrete Tipps mit im Gepäck, damit Unternehmer ohne Sorge in die Zukunft blicken:

Flexible Arbeitszeitmodelle: Passen Sie die Arbeitszeiten an die jeweilige Lebenssituation der Mitarbeiter an. Angestellte mit Kindern möchten weniger arbeiten als junge Mitarbeiter. Brechen Sie starre Regelungen auf. Kleinere Betriebe können dabei auf Kooperationen mit anderen Unternehmen setzen.

Weiterbildung: Bieten Sie Ihren Mitarbeitern Forbildungsmöglichkeiten an. Die junge Generation möchte immer hinzulernen, dabei aber eigene Schwerpunkte setzen.

Innovation: Lassen Sie Ihre Mitarbeiter einfach mal "machen" und gestehen Sie ihnen auch Fehler zu. Das fördert die Lust am Neuen und Ihr Betrieb bleibt innovativ. Wichtig ist, dass man gemeinsam aus den Fehlern lernt.

Neue Technologien: Setzen Sie die neuen Medien aktiv in ihrem Arbeitsalltag ein. So sind Sie immer "up to date" und gewinnen junge Mitarbeiter für sich.

Digitalisierung: Vor allem im Verkaufsgespräch wird Multimedia immer wichtiger. Nutzen Sie Tablets, um Kunden die Einzelheiten eines Produktes zu zeigen. Dazu muss die Mediennutzungskompetenz ihrer Mitarbeiter gesteigert werden.

Kommunikation: Die "Netzkultur" setzt sich in Zukunft auch in den Unternehmen durch. Das bedeutet: Kommunikation findet in Echtzeit auf Augenhöhe statt und ist emotional und humorvoll.

Gesundheitsmanagement: Gesundheit ist der entscheidende Faktor, wenn man ältere Menschen länger beschäftigen möchte. Um Leistungsfähigkeit und Spaß zu erhalten, muss daher Gesundheitsmanagement aktiv gefördert werden. Suchen Sie nach passenden Beratungsangeboten bei ihren Krankenkassen.

Vorbild sein: Gehen Sie die Herausforderungen der Zukunft positiv an - denn mit dem nötigen Spaß gelingt der Wandel leichter.

Video: Fünf Fragen an Jeanette Huber (Zukunftsinstitut)

Vor der Ladies Lounge 2016 haben wir uns mit Jeanette Huber über die aktuellen Megatrends und die großen Veränderungen unterhalten. Im Video erklärt sie, wie sich Handwerksbetriebe für die Zukunft aufstellen sollten:

Fotos: KD Busch

Video: Handwerkskammer Region Stuttgart

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