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Wissenswert

News vom 12.09.16

Schweiz: "Aufwand rechnet sich"

Frage: Hallo Herr Rössler, warum sollte ein baden-württembergischer Handwerker in der Schweiz arbeiten?

Michael Rössler: „Mit einer Tätigkeit im Ausland erschließt man neue Märkte und schafft sich ein zweites Standbein, falls es auf dem heimischen Markt einmal nicht mehr so gut laufen sollte. Die Schweizer sind außerdem bereit, für gute Qualität auch einen angemessenen Preis zu bezahlen. Gerade im hochwertigen Baubereich ist der Markt deshalb sehr interessant für die deutschen Betriebe. Eine gute Zahlungsmoral und treue Kunden sprechen ebenfalls für die Schweiz.“

Frage: Viele Deutsche machen in der Schweiz Urlaub, auch weil es nah ist und es keine Sprachprobleme gibt. Ist ein Auftrag in der Schweiz also genau so einfach abzuwickeln, wie ein Auftrag im Nachbarort?

Rössler: „Die räumliche Nähe führt leider häufig dazu, den Aufwand eines Auftrags in der Schweiz zu unterschätzen. Denn es gibt bürokratische Hürden: Bauunternehmen müssen ihre Tätigkeit mindestens acht Tage vorher anmelden und dürfen höchstens 90 Tage im Jahr in der Schweiz tätig sein. Außerdem müssen die Spielregeln - wie die Schweizer Mindestlöhne, Arbeitszeiten und Spesensätze - eingehalten werden. Bei einem Fehlverhalten drohen hohe Strafen. Zudem liegt zwischen uns und der Schweiz eine Zollgrenze. Warenlieferungen sind deshalb deutlich aufwendiger als beispielsweise nach Österreich.“

„Die Schweizer sind bereit, für gute Qualität einen angemessenen Preis zu bezahlen“

Frage: Sollten die Betriebe also doch lieber in Deutschland bleiben?

Rössler: „Nein, denn viele Handwerkbetriebe haben schon gezeigt, dass diese Hürden absolut überwindbar sind und dass die Vorteile überwiegen. Die Unternehmer sollten sich nur vorher gut informieren und vorbereiten. Manchmal genügt bereits ein Anruf bei uns und es kann losgehen. Wer die dortigen Spielregeln kennt und in der Angebotsphase bereits einkalkuliert, für den rechnen sich die Aufträge trotz des höheren Aufwands! Für alle Interessierten bieten wir am 17. und 18. November außerdem einen Wirtschaftstag vor Ort an, dort lernen sie alles über Aufträge in der Schweiz von A wie Anmeldung bis Z wie Zoll und können wertvolle neue Kontakte knüpfen.“

Frage: Sie haben die 90-Tage-Obergrenze erwähnt. Was machen Betriebe, die in der Schweiz so erfolgreich sind, dass sie dort wesentlich mehr Aufträge durchführen könnten?

Rössler: „Immer mehr Handwerksbetriebe gründen in der Schweiz eine Niederlassung. Wie das funktioniert und was dabei beachtet werden sollte, erfahren die Unternehmen ebenfalls auf unserem Wirtschaftstag.“

Wirtschaftstag Schweiz
Kartause Ittingen
17. und 18. November 2016
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