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Wissenswert

News vom 07.03.17

Vorsicht beim Handel geschützter Holzarten

Für Handwerker lohnt sich ein Blick auf die Rechnung und  in das Lager. Auch bei Reisen droht Ärger.

Seit Beginn des Jahres 2017 müssen Handwerksbetriebe Änderungen im CITES-Abkommen beachten. Die Änderungen betreffen vor allem Musikinstrumentenbauer, die im CITES-Abkommen gelistete Holzarten verarbeiten oder daraus hergestellte Instrumente verkaufen. So sind z.B. Palisander-Arten betroffen, die für den Gitarrenbau verwendet werden. 

Das steckt hinter CITES
CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) ist der Name für das Washingtoner Artenschutzübereinkommen. Es regelt den internationalen Handel mit gefährdeten, freilebenden Tieren und wild wachsenden Pflanzen.

Das müssen Handwerksbetriebe beim Handel beachten
Wenn die Betriebe geschützte Holzarten über einen Großhändler beziehen, müssen folgende Angaben zusätzlich auf der Rechnung vermerkt sein:

  • das CITES-Exportdokument
  • der wissenschaftliche Artenname des Holzes
  • Nummer und Ausstellung der Einfuhrgenehmigung

Auch die Käufer müssen informiert werden, dass sie beim Weiterverkauf des betroffenen Instruments diese Daten auf der Rechnung an den Kunden ebenfalls aufführen müssen. Es besteht eine lückenlose Nachweisverpflichtung der rechtmäßigen Einfuhr dieser Hölzer über den Handel bis zum Endkunden.

Sowohl der Import als auch die Ausfuhr von Waren aus geschützten Hölzern ist genehmigungspflichtig und muss beim Bundesamt für Naturschutz formell beantragt werden. Der Antrag ist gebührenpflichtig.

Das müssen Handwerksbetriebe bei ihrem Lagerbestand beachten
Handwerksunternehmen sollten ihre Altbestände überprüfen, ob sich darunter Hölzer befinden, die unter die geschützten Holzarten fallen. Sollten sich unter den Altbeständen aktuell geschützte und gelistete Holzarten befinden, für die sie keinen Nachweis haben, müssen sich die Betriebe mit dem zuständigen Regierungspräsidium in Verbindung setzen.

Die Handwerker sind verpflichtet, die Inventurdaten der betroffenen Hölzer und Produkte– auch der Altbestände – „tagaktuell und dauerhaft, geordnet und zeitgerecht“ zu sichern und diese Aufzeichnungen der Landesbehörde auf deren Verlangen zugänglich zu machen.

Grenzüberschreitender Reiseverkehr
Auch beim grenzüberschreitenden Reiseverkehr werden beispielsweise Musikinstrumente von den Zollbehörden streng überprüft. Besitzern von Musikinstrumenten aus Hölzern der CITES-Liste, die den Nachweis (CITES-Exportdokument, der wissenschaftliche Artenname des Holzes sowie Nummer und Ausstellung der Einfuhrgenehmigung) nicht erbringen können, drohen strafrechtliche Folgen.

Fragen zum Thema beantwortet das Bundesamt für Naturschutz und die zuständigen Naturschutzbehörden.

Weitere Informationen:

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