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Wissenswert

News vom 16.05.17

Verstärkte Kontrollen in Österreich

Deutsche Handwerksbetriebe werden in Österreich zuletzt verstärkt kontrolliert und mit hohen Geldstrafen belegt. Häufig haben die Unternehmen zwar alle Anmeldungen korrekt erledigt, können bei einer Kontrolle die nötigen Unterlagen jedoch nicht vorzeigenlegen. Dies ist nur in Papierform möglich oder elektronisch im PDF-Format, so dass sie direkt an den Kontrolleur geschickt werden können. Laut Bayern Handwerk International sind ein USB-Stick und die Einsicht auf einem Smartphone nicht ausreichend.

Hintergrund ist das Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz, das seit diesem Jahr im Nachbarland gilt. Dabei wurden die Strafen deutlich erhöht und die Kontrollen verschärft. „Die Behörden lassen nicht mit sich verhandeln. Die Unterlagen dürfen nicht nachgereicht werden. Wenn der Betrieb bei einer Kontrolle die Unterlagen nicht vorlegen kann, wird er bestraft", sagt Außenwirtschaftsberaterin Janine Kempf.

Aus aktuellem Anlass:
Am 31. Mai, um 11 Uhr findet ein Webinar zum Thema „Österreich - 10 Tipps für ihren Erfolg im Nachbarland“ statt. Hier gehts zur Anmeldung.

So funktioniert eine Meldung bei Aufträgen in Österreich:
Die Entsendemeldung erfolgt elektronisch über ein Meldeportal. Außerdem ist eine Dienstleistungsanzeige beim Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft verpflichtend. Die Dienstleistungsanzeige betrifft auch Betriebe, die keine Mitarbeiter entsenden oder nur als Subunternehmer in Österreich tätig sind.

Im Falle einer Kontrolle vor Ort müssen Unternehmen diese Unterlagen vorzeigen:

  • Kopie der Entsende(ZKO)-Meldung (inkl. Transaktionsnummer)
  • A1-Bescheinigung von der Krankenkasse bzw. von der Deutschen Verbindungsstelle Krankenversicherung – Ausland (DVKA)
  • Lohnunterlagen (alle Unterlagen, die zur Berechnung des Stundenlohns notwendig sind, insb. Arbeitsvertrag, Lohnzahlungsnachweise, Unterlagen zur Lohneinstufung)
  • Aufzeichnungen der Arbeitszeit
  • Bei reglementierten Gewerben: Kopie der Eintragung im österreichischen Dienstleisterregister.

Handwerksbetriebe, die Aufträge in Österreich durchführen, sollten sich rechtzeitig vor Auftragsbeginn über die gültigen Entsendevorschriften informieren. Handwerk International Baden-Württemberg berät Sie dazu gerne individuell, persönlich und kostenfrei.

Ihre Ansprechpartnerin:

Janine Kempf
Tel.: 0711/1657-213
jk@handwerk-international.de

Bilder: Pixabay.com; DeVIce - fotolia.com

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Ihr direkter Kontakt zum Beraterteam von Handwerk International:
Telefon:0711/1657-444
oder per E-Mail:
info@handwerk-international.de

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