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Wissenswert

News vom 14.06.16

Schweiz: Ausweitung der Meldepflichten

Ab wann sind Arbeiten in der Schweiz meldepflichtig? Als Antwort genügte einem Handwerksbetrieb bislang dieser Merksatz: „Sobald sie den Hammer in die Hand nehmen.“  Seit 1. Juni 2016 wurde mit der Weisung VEP-06/2016 die Abgrenzung meldepflichtiger und nicht meldepflichtige Tätigkeiten im Anhang 5 neu überarbeitet und ausgeweitet.

Im Fokus der Weisung der Schweizer Eidgenossenschaft steht die Meldepflicht von planerischen, beratenden Tätigkeiten mit dem Kunden, sofern sie in der Schweiz stattfinden. Wobei sich aus Sicht von Handwerk International Baden-Württemberg manche Abgrenzung schwierig gestaltet.

So macht der Verweis einen Unterschied zwischen nicht meldepflichtigen „Kundenmeetings in Form von Vertragsverhandlung und Vertragsunterzeichnung“ und ab sofort meldepflichtigen „Kundenmeetings in Form von Beratungsgesprächen oder Kundengespräche zum weiteren Vorgehen oder zur Planung von Projekten“.

Ebenfalls neuerdings meldepflichtig ist die „Einarbeitung und Ausbildung mit einer Integration in den Arbeitsprozess, produktionsbezogen“ in Form eines „Trainings on the Job“. Als nicht meldepflichtig gelistet sind dagegen „theoretische und technische Kurse (ohne Einbezug in Arbeitsprozess /produktive Tätigkeit).

Im Falle eines Messeauftritts in der Schweiz gelten neben dem Standaufbau und der Montageleistung (bereits meldepflichtig) auch noch das Verkaufsgespräch sowie die reine Präsenz auf der Messe nun als meldepflichtige Tätigkeiten.

Handwerksbetriebe sollten vor ihrer Tätigkeit in der Schweiz die kostenlose Beratung von Handwerk International nutzen

Neu ist zudem, dass Montagetätigkeiten in Verbindung mit dem Kauf und der Lieferung von zum Beispiel Maschinen und Anlagen meldepflichtig sind. Dabei hatte Handwerk International jedoch auch schon früher – je nach Gewerk - eine Meldung empfohlen.

Außerdem ist die Installation von Programmen  im Bereich Aufbau, Montage, Installation und Endkontrollen inzwischen explizit gelistet.  

Folgende – für Handwerksbetriebe relevante -  Tätigkeiten sind seit dem 1. Juni zusätzlich meldepflichtig (nicht vollständig):

  • Kundenmeetings in Form von Beratungsgesprächen
  • Kundengespräche zum weiteren Vorgehen oder zur Planung von Projekten
  • Abnahme von Arbeiten
  • Vorarbeiten vor Vertragsschluss – zum Beispiel Maßarbeiten, um eine Offerte erstellen zu können (Auftrag ist noch nicht sicher)
  • Maßarbeiten nach Vertragsschluss
  • Kundenakquisition (Einsätze auf Messen und Verkaufsgespräche)
  • Projekteinsätze
  • Reparatur-, Wartungs- oder Garantiearbeiten
  • Aufbau, Montage, Installationen und Endkontrollen
  • Einarbeitung und Ausbildung mit einer Integration in den Arbeitsprozess, produktionsbezogen
  • Redner bei Konferenz, Wissenstransfer als Trainer
  • künstlerische Tätigkeiten


Handwerksbetriebe sollten deshalb vor ihrer Tätigkeit in der Schweiz die kostenlose Beratung von Handwerk International Baden-Württemberg nutzen.

Quelle:
http://www.handelskammerjournal.ch/de/grenzueberschreitende-dienstleistungserbringer-in-der-schweiz-aufgepasst

Gesetzliche Grundlage:
Weisungen VEP-06/2016 / 3.1.3 Abgrenzung meldepflichtige / nicht meldepflichtige Tätigkeiten / Anhang 5

Fotos: Fotolia - vinz89

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